Glanzsittich (Neophema splendida):

       

 

Die Zucht von Glanzsittichen ist nicht sehr schwierig. Während der Brut sollte das Paar alleine gehalten werden.
Fortpflanzungsfähig sind Glanzsittiche ab 8-12 Monaten.
Die Brutzeit beginnt ab April / Mai und man sollte mehr als 2 Bruten pro Jahr nicht zugelassen. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. Ei. Das Gelege umfasst meist 4-5 Eier. Brutdauer beträgt ca.18 Tage.

Es muß auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet werden (ggf. Nistkasten mit lauwarmen Wasser besprühen). Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Das Männchen beteiligt sich später an der Fütterung der Jungvögel. Nach dem Ausfliegen füttert das Männchen die Jungvögel weiter, während das Weibchen häufig eine neue Brut beginnt. Nach Erreichen der Selbständigkeit müssen die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, da das Männchen dann möglicherweise aggressiv auf seine Jungen reagieren kann .

Nistkastenmaße: ca. 15x15x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 5-6 cm, Bodenbelag: Sägespäne und / oder Torf oder Holzmulm. Auch Naturstammhöhlen werden gerne angenommen.

 
       

Schönsittich(Neophema pulchella):

 

Schönsittiche sind ab einem Jahr fortpflanzungsfähig . Auch bei den Schönsittichen sollte man nur 2 Bruten im Jahr zulassen. Brutbeginn in der Regel im April. Legeabstand: 2 Tage. Das Gelege umfasst meist 4-7 Eier. Brutdauer beträgt ca.18 Tage.

Da die Männchen eventuell agressiv werden können(auch gegenüber den eigenen Jungen),sollte man proVoliere ein Paar unterzubringen , wobei eine Länge von zwei Metern ausreichend ist. Die Henne bebrütet etwa 18 Tage die vier bis sieben Eier und nach weiteren vier Wochen fliegen die Jungen aus. Während des Brütens wird das Weibchen auf und außerhalb des Nestes von dem Hahn gefüttert . Erst etwa vierzehn Tage nach dem Schlupf zeigt das Männchen Intersse für seine Nachkommen und hilft bei der Fütterung . Sollte das Männchen die Neigung haben , hinter seinen Jungen herzujagen , dann müssen sie umquartiert werden . Eben ausgeflogene Jungvögel sind oft sehr scheu und neigen zu Panikreaktionen .

Nistkastenmaße: ca. 15x15x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 5-6 cm, Bodenbelag: Sägespäne und / oder Torf oder Holzmulm. Auch Naturstammhöhlen werden gerne angenommen.

       

Bourkesittich(Neopsephotus bourkii):

   

 

Der Bourke ist ein unkomplizierter Brüter , der in Kolonien gezüchtet werden kann , doch man sollte Paare einzeln unterbringen . Nach der Wahl des Nistplatzes legt das Weibchen drei bis sechs Eier und bleibt etwa 18 Tage fest auf dem Gelegesitzen . Höchstens einmal täglich verläßt sie das Nest um zu fressen , sich vom Partner füttern zu lassen , und zur Regelung des Stuhlgangs . Sind die Jungen nach 4 Wochen ausgeflogen , so bleiben sie in der Natur noch einige Zeit bei den Eltern. Da Bourkesittiche recht produktiv sein können und mehrere Male in kurzen Abständen hintereinander brüten , sollte man beim Antreffen eines neuen Geleges die selbständigen Jungen anderweitig unterbringen . Während der Brutperiode muß das Nistmaterial erneuert werden , da diese Sittiche ihre Kinderstube nicht besonders sauber halten .

Nistkastenmaße: ca. 15x15x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 5-6 cm, Bodenbelag: Sägespäne und / oder Torf oder Holzmulm. Auch Naturstammhöhlen werden gerne angenommen.

       

Nymphensittich(Nymphicus hollandicus):

 

 

In der Regel ist die Zucht nicht sehr schwierig. Nymphensittiche werden mit 8-10 Monaten geschlechtsreif, sollten aber frühstens im Alter von 1 Jahr zur Brut schreiten.

Der Nistkästen sollte die Maße 30 x 30 cm messern - die Höhe 35 cm. Meine Nymphensittiche nehmen auch gerne Naturstamm Nistkästen. Bei diesen ist Naturstamm Nistkästen, ist es von Vorteil, wenn sich auf einer Seite eine Kontrollöffnung befindet.
Das Einschlupfloch sollte bei beiden Formen einen Durchmesser von 8 bis 9 cm aufweisen.
Als Nistmaterial dient eine Schicht Hobelspäne und etwas Torf.

Ein Pärchen bleibt meist ein Leben lang zusammen. sie gelten sozusagen als "verlobt" wenn sie sehr eng beieinander sitzen und so gut wie alles zusammen machen. Auch krault das Männchen den Kopf des Weibchens.
Zur Paarungsfestigkeit trägt das Männchen einen Balzgesang vor - ein melodisch-rythmisches Pfeifen. Dazwischen läuft es mit gespreizten Flügeln auf der Stange auf und ab und klopft zeitweise mit dem Schnabel darauf um dem Weibchen zu imponieren. Nicht selten stellt es dabei seine Federhaube auf.

Etwa eine Woche nach der Paarung beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Im Abstand von 2 Tagen legt es vier bis sechs Eier.
Obwohl sich beide Elternteile häufig im Nistkasten aufhalten beginnen sie oft erst nach dem dritten Ei mit der Brut.
Das Weibchen brütet meist Nachts und der Hahn am Tag.
Etwa 18 bis 21 Tage nach Beginn der Eiablage schlüpfen die Küken in der Reihenfolge, wie die Eier gelegt wurden.
Die später geborenen Jungvögel sind zwar kleiner als ihre Geschwister, werden jedoch von den Eltern genauso fürsorglich behandelt.

       

Rosellasittich(Platycercus eximius ):

 

Rosellasittiche sind mit einem Jahr geschlechtsreif, eine Brut sollte jedoch erst mit zwei Jahren erfolgen! Das Paar muss während der Brutzeit alleine gehalten werden, auch nicht mit anderen Rosellasittichen, da sie während dieser Zeit besonders aggressiv auf andere Vögel reagieren.
Die Nistkastenmaße sollten 25 cm Länge, 25 cm Breite und 50 cm Höhe betragen - das Einschlupfloch sollte einen Durchmesser von 8 cm haben.
Die Brutzeit der Rosellasittiche ist im April und beginnt mit der Ablage des 3. oder 4. Ei. Ein Gelege besteht aus 4 bis 9 Eier.
Die Brutdauer beträgt ca. 20 Tage.

In den ersten 10 bis 15 Tagen werden die Nestlinge nur von der Mutter gefüttert, erst danach beteiligt sich das Männchen an der Fütterung.
Die Nestlingszeit beträgt ca. 5 Wochen und erreichen die Selbstständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen, dann sollten die Jungvögel auch von ihren Eltern getrennt werden, da das Männchen aggressiv werden kann.